Zehnkampf- Mountainbikefahren

Zwangsläufer und Tönsbergerklimmer

Bei besten Bedingungen fand die zweite Zehnkampfdisziplin, das Mountainbikefahren über die 18-km Traditionsrunde im Teuto statt. Doch das konnte nichts daran ändern, dass sich unterwegs einige Kuriositäten ereigneten, die zwar das Zehnkampf- Punktekonto der Betroffenen deutlich schrumpfen ließen, die allgemeine Stimmung jedoch keinesfalls beeinträchtigen konnten.

 

Gleich nach dem Start setzte sich Andre zügig an die Spitze, während die Verfolger sich im ersten Sandloch derart verknubbelten, dass einige vom Sattel mussten. Das betraf vor allem Kai, der sich aber bissig aufrappelte und die Verfolgertram mit Markus, Olaf und Horst schnell eingeholt hatte. Während man sich vorn zur Jagd auf Andre formierte, wurde der weiter hinten im Feld nacheilende Gerd vom „ostwestfälischen Tönsbergfieber“ erfasst. Offenbar vom Triathlon- Radtraining daran gewöhnt, dass man nach Bewältigen des langen Wistinghauser Schlucht - Anstieges oben im spitzen Winkel nach links den steilen Schußbacken zum Tönsberg nehmen muss, vollzog er das in Zehnkampfrennen voll nach und fand sich bald allein oben auf dem Tönsberg wieder, während das Feld längst in Richtung Hörste enteilt war. Hier aber traf es unbarmherzig die nächsten Opfer.
Zuerst war es Horst, der nach dem Bezwingen des „Tränenhügels“ erstaunt feststellte, dass seine Kurbel nicht mehr richtig rund ging. Der vermeintliche Kurbeldefekt entpuppte sich aber bald als „totale Breite“. Horst wurde durchgereicht und landete im Hintertreffen. Noch schlimmer erwischte es Kai, der oben plötzlich einen Plattfuß bekam, der ihn – statt der erwarteten furiosen Abfahrt – zwangsweise in den Fußlauf und damit bald in den Besitz der roten Laterne zwang.
Während Andre als unangefochtener Sieger dem Ziel entgegenjagte, wurden die verspätet am Start eingetroffenen Christian und Frank bei separater Zeitnahme hinterher gehetzt und kamen so auch noch in den Besitz der wichtigen Wertungspunkte. Auf diese verzichteten aber Karin und Björn wegen der unmittelbar bevorstehenden Deutschen OL- Meisterschaft….oder weil Björn vielleicht immer noch nicht seine beim Harz- MTBO gerissene Kette geflickt hatte. Hilfreich stellten sich beide aber zusammen mit Norbert als Kampfgericht zur Verfügung, so dass auch die „Laufzeit“ des tapfer durchkeulenden Kai ordnungsgemäß als bisher langsamste MTB-Zehnkampfzeit registriert werden konnte.

 

Die allgemeine Vorfreude auf die Zielfeier bei Margret und Norbert, welche durch eine generöse Würstchenspende von Olaf lukullisch noch aufgewertet wurde, erfüllte sich wieder einmal vollkommen. Sehr saß man lange noch bei heiteren Gesprächen zusammen. Norbert bekam vom „Präsidenten“ Mike seine wohlverdienten „ Zucker, Brot und Peitsche“, und dann wurden Tony und Jane zur Freude aller offiziell in die ASG aufgenommen. So bleibt auch das diesjährige Mountainbikefahren der Ausdauerzehnkämpfer wieder als sehr ein schönes Erlebnis im Gedächtnis.

Peter

 

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