Geschichte der ASG Teutoburger Wald - Die sportlichen Aktivitäten

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Leistungssport nach außen,  Breitensport daheim

Nach hervorragendem Staffellauf  bei der Orientierungslauf- WM 87 in Frankreich wechselt hier  ASG- Orientierer Markus Dingenotto (links) auf den bundesdeutschen Schlußläufer Thorsten LenzDie ASG-Mitglieder betrieben weiterhin die Ausdauersportarten Laufen, Skilanglaufen und Orientierungslauf  überwiegend als Leistungssport.
Im Orientierungslauf kamen die jungen Nachwuchsläufer Markus Dingenotto, Horst Gehrmann, Heike Bolz, Susanne und Martin Klimpel sowie später Björn Risch in die Bundeskader B und C des Deutschen Turnerbundes. Martin Klimpel, Björn Risch und Horst Gehrmann errangen Deutsche Meistertitel in der Schüler bzw. Juniorenklasse. Markus Dingenotto erreichte allein den A- Kader und stand 1987 im deutschen WM-Team bei der Orientierungslauf- WM in Frankreich. Im Altersklassenbereich kamen zu dieser Zeit fast alljährlich Meistertitel nach Schloß Holte-Stukenbrock.  Erich Montag gehört mit allein 12 Meistertiteln bis heute zu den besten Altersläufern der bisherigen deutschen OL- Geschichte.  

Auch starke Leichtathleten stießen in diesem Jahren zur ASG, von denen besonders der 5000  m- Läufer Burkhard Wrenger brillierte, als er bei den Deutschen Meisterschaften 1989 in Hannover über 5000m mit einer Spitzenzeit von 14:07 Min im Endlauf stand und u.a. noch heute einige Disziplin- und Streckenrekorde im Kreis Gütersloh hält.
Im Skisport gelangen ASG-Skiläufern immer wieder Einbrüche in die starke Phalanx der Sauer- und Siegerländer. Günter Konrad wurde Westdeutscher Meister in der AK III über 15 Kilometer, während Hilde Bader auf der 20 Km- Frauenstrecke und Peter Gehrmann über 30 Kilometer der AK II jeweils Vizemeistertitel heimbrachten.

Initiatoren und Miterbauer der Finnenbahn

Innerhalb der Gemeinde betätigte sich die ASG zuerst überwiegend in der Förderung des Laufsportes für jedermann. Sie veranstaltete im Sommer Gemeindemeisterschaften im Mittel- und Langstreckenlauf aus und widmete sich vor allem dem damaligen politischen Gedanken, die Grünflächen zwischen dem Hallenbad und dem Stadion für ein Breitensportzentrum zu nutzen. Es kam zum Bau der Finnenbahn, bei dem die ASG durch den Direktkontakt mit den Finnenbahnbau-Experten beim Schweizer Sportinstitut Magglingen sowie die Streckenfestlegung, die exakte Längenvermessung und hinsichtlich einer fachgerechten Herstellung durch die ortsansässige Gartenbaufirma Jürgenliemke mit eingebunden war. Die ASG erklärte sich gegenüber der Gemeinde bereit, die für sie machbaren Wartungs- und Pflegetätigkeiten der Finnenbahn zu übernehmen. Die anfänglich nur teilweise installierte Bahnbeleuchtung wurde durch die Gemeinde später zu einer  vollen Rundumbeleuchtung nachgerüstet, so dass den Bürgern vor allem zur dunklen Jahreszeit ein Dauerlauftraining abends nach der Arbeit ermöglicht wurde. Hiervon machte man  bald regen Gebrauch, so dass die Finnenbahn die nach dem Hallenbad meistgenutzte Sportanlage der Gemeinde  Schloß Holte- Stukenbrock wurde.

Ranglistenläufe, OL- Länderkampf, Schnatläufe.

Die Veranstaltungen, welche die ASG ausrichtete, waren als überregionale Events meistens leistungssportlichen Charakters. Zusammen mit der Bielefelder Turngemeinde und dem Bielefelder Skiclub bildete man die  Orientierungslaufgemeinschaft „Osning“, die in den ersten Jahren ihres Bestehens  OL-Veranstaltungen gemeinsam ausrichtete. Später wurden die Vereine der OLG „Osning“ jedoch so stark und eigenständig, dass sie die Veranstaltungen allein ausrichten konnten, was den jeweils nicht eingebundenen Clubs eine Startmöglichkeit im heimischen Bereich einräumte.  Mehrere Bundesranglistenläufe, eine deutsche Hochschulmeisterschaft, Deutsche Langstreckenbestenkämpfe  und verschiedene Westfalenmeisterschaften wurden mit gutem Erfolg ausgerichtet. Besonderes Highlight in der ASG- Geschichte war im Juni 1990 die Ausrichtung des zweiten Wettkampftages im einzigen OL- Länderkampf zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der damals noch bestehenden DDR. Beim Heidehaus, am Rande der Stapelager Senne, nahm Bürgermeister Hermann Humann damals die Siegerehrung der Staffelläufe vor.
Um den immer aktiver werdenden heimischen Dauerläufern eine Möglichkeit zu bieten, auch im örtlichen Bereich Flagge zu zeigen, initiierte die ASG im Herbst 1989 die Schnatläufe rund um die Gemeindegrenzen, die fortan im Zusammenwirken mit dem Gemeindesportverband durchgeführt wurden. Alljährlich nahmen rund 200 Breitensportler an den jeweils zwei Laufetappen um die Gemeindegrenzen teil und erhielten dafür den sog. Schnatläuferschein. Die ASG organisierte diese Schnatläufe neun Jahre in Folge, ehe sie die Regie bei dieser beliebten Breitensportorganisation an die Läuferinnen und Läufer vom Laufspaß Sende weitergab.