Geschichte der ASG Teutoburger Wald - Die folgenden Jahren

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Weiterentwicklung und Probleme

Die ASG entwickelte sich in den darauf folgenden Jahren in überwwiegend drei sportliche Interessenrichtungen: Langstreckenlauf, Orientierungslauf und Skilanglauf. Danaeben wurde das Kajak- Wandern gepflegt, welches in jedem Frühjahr bei der Teilnahme an der Weser- Marathonfahrt einen Höhepunkt fand. Das Radfahren wurde bis zur Geburt der Sportart Triathlon überwiegend als Trainingsunterstützung betrieben.
Doch neben vielen Erfolgserlebnissen mussten die ASG- Gründer in den ersten Jahren auch manche Probleme mit Fachverbänden und Sportbehörden verkraften, die vor allem mit einer  gewissen Skepsis der Funktionärsapparate und behördlichen Stellen gegen neue Wege zusammenhingen. Wie kurios das damals manchmal zuging, mag eine Begebenheit aus dem Jahre 1978 mit dem damaligen Sportamtsleiter von Bielefeld kennzeichnen.
Die ASG strebte nach dem Erfolg ihrer Deutschlandstaffel eine Neuauflage als Volkssportveranstaltung für jedermann an und wollte dazu die Stadt Bielefeld als Partner gewinnen. Fast ein Jahr lang traf  man sich deswegen zu Verhandlungen im Sportamt; es wurden schriftliche Darstellungen und Finanzkalkulationen der ASG angefordert und eingereicht. Dann, nach fast einem Jahr, erklärte der  Sportamtsleiter dem verdutzten ASG- Vorsitzenden:

Was wollen Sie eigentlich hier bei mir als Augustdorfer Sportgemeinschaft?“

Er hatte noch nicht einmal den Vereinsnamen, geschweige denn die eingereichten Anträge und Stellungnahmen gelesen.
Die ASG gab dann ihre Pläne zur Wiederauflage der Deutschlandstaffel auf.

Marathon in Bielefeld und 120 000 DM,- für die Krebshilfe

Es war ein imposantes Bild, als sich das Riesenfeld des Krebshilfe- Marathon durch die Bielefelder Bahnhofstraße wälzte. Leider ließ sich die Stadt Bielefeld später durch die Beschwerden ihrer Autofahrer beeinflussen und versagte der Weiterführung dieses Marathonlaufes ihre Zustimmung.  Zu einem nächsten Höhepunkt im Leben der ASG kam beim Krebshilfe-Marathon 1981, den die Britischen Streitkräfte und die Stadt Bielefeld in sportlicher Zusammenarbeit mit der ASG organisierten. Über 3000 Läufer waren am Start, von denen 3152 im Ziel am Bielefelder Rathaus registriert wurden und damit diesen Lauf im ersten Jahr der City- Marathonläufe teilnehmermäßig an die Spitze brachten. Rund 120 000 DM für die deutsche und englische Krebshilfe kamen durch Sponsoren und Startgelder zusammen. Mildred Scheel, die Frau des damaligen Bundespräsidenten bekam vom Bielefelder Oberbürgermeister und dem ASG- Vorsitzenden einen Scheck von 60 000,DM  zur Förderung ihrer Stiftung überreicht    

 

 



Umzug von Bielefeld nach Schloß Holte-Stukenbrock

Bei der sportlichen Leistungsentwicklung im ASG- Nachwuchs stieß die ASG schon bald an die Leistungsgrenze des Bielefelder Stadtsportbundes. Als die jungen ASG- Sportler  im Jahre 1986 Westdeutscher Mannschaftsmeister im Triathlon wurden,  und das Schwimmtraining intensiviert werden sollte, war es nicht möglich, in den Bielefelder Hallenbädern nur eine einzige Trainingseinheit von 1 1/2 Stunden im Monat für Schwimmtraining zu bekommen. Hinsichtlich der Sportstättennutzung war der „Kuchen praktisch verteilt“.  Es war niemand bereit, der ASG auch nur ein geringstes Plätzchen einzuräumen. Als der ASG-Antrag auf  Sportstättennutzung letztlich selbst in einer Sondersitzung des SSB scheiterte, sah die ASG keine Perspektive mehr in Bielefeld.
Da die überwiegende Zahl der ASG- Mitglieder ohnehin aus den östlichen Randgebieten Bielefelds, aus Sennestadt, Schloß Holte-Stukenbrock und Oerlinghausen stammte, entstand die allgemeine Willensrichtung, Bielefeld zu verlassen und sich in Oerlinghausen oder Schloß Holte- Stukenbrock anzusiedeln. Nach einem mehrmonatigen und sehr lebhaften Entscheidungsprozess  kam es letztlich in der ASG- Jahreshauptversammlung vom 27.3. 87 zu einer Abstimmung mit einem knappen Votum für Schloß Holte- Stukenbrock, welches sich hauptsächlich auf ein freundliches Aufnahmeangebot des damaligen Gemeindesportverbandes stützte. Doch nach gefallener Entscheidung war der Vorstand des Gemeindesportverbandes SHS inzwischen neu gewählt worden, und der neue Vorstand sah die Aufnahme der ASG eher skeptisch. Diese Skepsis hielt sich noch einige Jahre in verschiedenen sportlichen wie auch politischen Kreisen der Gemeinde SHS.